F&E und Innovation

Smart Water – F&E und Innovation

Wir verbinden Forschung mit der Praxis der Wasserwirtschaft

Erfahrung vor Ort hilft dabei, den Bedarf einer Wasseraufbereitungsanlage oder eines Wassernetzes zu erkennen, die verfügbaren Daten zu bewerten und zu überprüfen, ob eine Innovation den Betrieb verbessert. Smart Water Institute bringt diese Perspektive in Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Wasserunternehmen ein.

Von Spanien aus suchen wir die Zusammenarbeit mit internationalen Teams, die wissenschaftliche Kompetenz, technologische Entwicklung und die Validierung unter realen Betriebsbedingungen verbinden. Konkrete Anforderungen bilden den Ausgangspunkt für umsetzbare Projekte mit klaren Verantwortlichkeiten und messbaren Ergebnissen.

Illustration zur Verbindung von Laborforschung und praktischen Versuchen in einer Wasseraufbereitungsanlage

Komplementäre Kompetenzen

Praxiserfahrung, Forschung und Betrieb

Die Zusammenarbeit richtet sich nach den Kompetenzen und Zusagen der einzelnen Beteiligten. Das technische Projektkonzept legt von Anfang an fest, wer forscht, entwickelt, integriert und validiert.

01

Smart Water Institute

Bringt Erfahrung in Management, Betrieb, Instandhaltung und Automatisierung von Wassersystemen ein, um aus einer betrieblichen Anforderung ein Ingenieur- und Forschungsprojekt zu entwickeln.

  • Technische Standortbesuche, Bestandsaufnahme und Identifizierung geeigneter Ansätze.
  • Anforderungen an Prozesse, Instrumentierung, Daten und die Integration in bestehende Systeme.
  • Technische Koordination, Begleitung von Versuchen und gemeinsame Bewertung der Ergebnisse mit dem Betreiber.
02

Hochschulen und Forschungseinrichtungen

Stellen die wissenschaftlichen und technischen Entwicklungskompetenzen bereit, um eine Lösung zu erforschen und ihre Grenzen zu bewerten.

  • Forschungsmethodik und Versuchsplanung.
  • Modelle, Algorithmen und Softwareentwicklung.
  • Bewertung von Leistungsfähigkeit, Unsicherheit und Reproduzierbarkeit.
03

Wasserunternehmen

Stellen die Betriebsumgebung bereit, in der der Bedarf ermittelt und der praktische Nutzen der Lösung überprüft wird.

  • Anlagen, historische Aufzeichnungen und freigegebene Daten.
  • Betriebs- und Instandhaltungspersonal sowie Abnahmekriterien.
  • Genehmigung und Überwachung von Versuchen, Bewertung und Übernahme der Ergebnisse.
04

Technologiepartner

Werden eingebunden, wenn das Projekt besondere Kompetenzen in Instrumentierung, Software oder Integration erfordert.

  • Sensoren, Geräte und Plattformen, die mit der Anlage oder dem Netz kompatibel sind.
  • Integration, Kommunikation und Cybersicherheit.
  • Support und Wissenstransfer im vereinbarten Leistungsumfang.

Angewandte Forschung

Innovationen für konkrete Anforderungen

Diese Forschungsfelder bieten Möglichkeiten zur Zusammenarbeit. Umfang, technologischer Reifegrad und Ziele werden für jedes Projekt nach der Bewertung der Anlage und der verfügbaren Daten festgelegt.

Vier Szenen angewandter Forschung: KI-gestützte dynamische Sollwerte, Wasserverlustdetektion, Instandhaltung und Effizienz sowie Daten und digitale Zwillinge

Dynamische Sollwerte mit KI

Untersuchen, wie sich die Dosierung anhand historischer Daten und aktueller Messwerte an die Wasserbedingungen anpassen lässt. Die erste vorgeschlagene Anwendung ist die Chlorung: der Vergleich statischer und dynamischer Sollwerte unter Aufsicht, wobei Desinfektion und Wasserqualität Vorrang haben.

Netze und Wasserverlustdetektion

Durchfluss, Druck, die Einteilung in Messbezirke, intelligente Verbrauchsmessung und Abrechnungsdaten kombinieren, um Auffälligkeiten zu untersuchen, Verluste zu lokalisieren und die Reduzierung nicht abgerechneten Wassers zu unterstützen.

Instandhaltung und Effizienz

Betriebs- und Instandhaltungsdaten nutzen, um die frühzeitige Erkennung von Störungen zu untersuchen und die Anlagenverfügbarkeit zu verbessern. Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz anhand des jeweiligen Prozesses und der verfügbaren Informationen bewerten.

Daten und digitale Zwillinge

Informationen aus SCADA, GIS, Verbrauchsmessung und Anlagenmanagement mit Modellen verbinden, um Szenarien zu untersuchen und Entscheidungen zu unterstützen. Jede Anwendung erfordert eine zuverlässige Datengrundlage und eine spezifische Validierung.

Vom Konzept zum Nachweis

Ein Pilotprojekt muss seinen praktischen Nutzen nachweisen

Vor der Entwicklung einer Lösung stimmen wir mit den Beteiligten das betriebliche Problem, die Ausgangssituation, die erforderlichen Variablen und die zu messenden Ergebnisse ab. Die Verfügbarkeit von Daten, Instrumentierung, Ressourcen und Genehmigungen bestimmt den umsetzbaren Umfang.

Die Hochschule oder Forschungseinrichtung entwickelt und bewertet die Modelle. Smart Water Institute bringt die Anforderungen aus der Praxis ein und begleitet die Integration. Das Wasserunternehmen genehmigt und überwacht die Versuche.

Die Ergebnisse werden mit dem bisherigen Betrieb verglichen, bevor über den Einsatz im Regelbetrieb oder eine Ausweitung der Anwendung entschieden wird.

Illustration einer Wasserprobenahme und der überwachten Validierung eines Pilotprojekts zur Wasseraufbereitung
Zuverlässige Daten Betriebliche Anforderungen Überwachte Versuche Überprüfbare Ergebnisse Wissenstransfer

Projektvorbereitung

Vom konkreten Bedarf zum gemeinsamen Projektvorschlag

01

Potenzial erkennen

Die Anlage gemeinsam mit dem Betreiber prüfen, Anforderungen ermitteln und einen Ansatz mit praktischem Nutzen und einem klaren Forschungsanteil auswählen.

02

Team und Umfang festlegen

Verantwortlichkeiten zuweisen, Kompetenzen prüfen und Ziele, Datenzugang, erwartete Ergebnisse und Bewertungskriterien vereinbaren.

03

Entwicklung und Pilotprojekt planen

Aktivitäten, Liefergegenstände, Zeitplan, Budget und Ressourcen festlegen. Versuchsbedingungen, Integration und Überwachung mit dem Anlagenpersonal abstimmen.

04

Umsetzung und Transfer vorbereiten

Finanzierung, Vertraulichkeit, geistiges Eigentum, Datennutzung und Supportverantwortlichkeiten vereinbaren. Schulungen und eine mögliche Übertragung auf weitere Anlagen vorbereiten.